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Eine dunkle Sturmschwalbe mit Merkmalen eines                     
Swinhoewellenläufers
                                Oceanodroma monorhis in Deutschland

Ralf Aumüller, Christoph Bock & Markus Deutsch



Swinhoewellenläufer (Andreas Noeske)



ABSTRACT     On 24th September 2004 a dark-rumped storm-petrel of the genus Oceanodroma was recorded off Cuxhaven, Lower Saxony, Germany. The location is situated between the estuaries of both Elbe and Weser at the extreme south-eastern part of the North Sea. The observation followed north-westerly gales which caused a major influx of seabirds. Especially Leach's Storm-Petrels Oceanodroma leucorhoa were recorded in huge numbers exceeding those of prior influxes remarkably. A detailed description of the dark-rumped individual is given. The bird was observed for several minutes and appeared to be slightly larger than Leach's Storm-Petrel when both species were seen in scope at the same time for direct comparison. Apart from lacking any obvious pale upperwing bar, the dark-rumped bird showed different flight action on straight wings. The slightly forked tail was noted when the petrel spread its tail feathers occasionally. Careful analysis of known identification features (e.g. Force 1997, Morrison 1998, Garner & Mullarney 2004) revealed that the description fits those for Swinhoe's Storm-Petrel O. monorhis best. Occurrency patterns in the Western Palaearctic as described by Morrison (1998) provided further confirmation. Therefore the record was reported as Swinhoe's Storm-Petrel to the German Rarities Committee.

Die Stürme im Herbst 2004 hatten einen spektakulären Einflug pelagischer Vogelarten in die Deutsche Bucht zur Folge. Abgeschwächte Ausläufer der Hurrikans "Frances" und "Ivan" aus dem Golf von Mexiko und der Karibik brachten als Sturmtief "Queen" in Norddeutschland orkanartige Windgeschwindigkeiten von über 120 km/h aus westlicher bis nordwestlicher Richtung. Am 21. September wurden die ersten Vorboten der Hochseevögel an verschiedenen Küstenabschnitten der Nordseeküste gesichtet und bereits am 23.09. konnte man von einem massiven Auftreten pelagischer Vogelarten in der Deutschen Bucht sprechen. Besonders auffällig trat dabei der Wellenläufer Oceanodroma leucorhoa in Erscheinung (Abb.1). Mit insgesamt 674 Individuen zwischen dem 21. und 27.09. handelt es sich um das stärkste Auftreten dieser Art in Deutschland und übertrifft damit sogar noch die Anzahl während des großen Seevogeleinflugs von 1963 (Dien & Ringleben 1966) deutlich. Besonders viele Vögel wurden im Bereich des Elbe-Weser-Dreiecks von Cuxhaven aus beobachtet, das hier eine regelrechte Sackgasse bildet (Abb.2). Aber auch noch weiter Elbe- und Weser aufwärts machte sich dieser Einflug mit ungewöhnlich hohen Anzahlen bemerkbar. Andere, normalerweise günstige Standorte für Seevogelbeobachtungen - allen voran Sylt - erbrachten nur zu Beginn des Einflugs hohe Wellenläuferzahlen.



Abb.1: Tagessummen beobachteter Wellenläufer Oceanodroma leucorhoa in der Deutschen Bucht im Zeitraum 20.-28.09.2004 (oben) in Beziehung zu den vorherrschenden Windverhältnissen (unten). Folgende Windparameter sind angegeben: die tägliche durchschnittliche Windstärke in Beaufort (Balken), die maximale tägliche Windgeschwindigkeit in m/s (Linie) und die täglich vorherrschende Windrichtung (Kreise mit Pfeilen). Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD).


Die Beobachtung

Bei anhaltend starkem Wind fanden wir uns am frühen Morgen des 24. September im äußeren Elbmündungsbereich an der Cuxhavener Kugelbake ein. Offensichtlich waren über Nacht viele Wellenläufer in die Elbe verschlagen worden - im Tagesverlauf wurden bis 19:15 Uhr 75 Exemplare bei ihrem meist verzweifelten Versuch beobachtet, wieder auf die freie Nordsee zu gelangen. Ab 15:20 Uhr hatten wir unseren Beobachtungsstandort zur Aussichtsplattform "Alte Liebe" am Hafen verlegt, da sich hier das einsetzende Niedrigwasser durch die Fahrrinne der Elbe nicht so stark bemerkbar macht und sich so bessere Beobachtungsbedingungen mit weiterhin geringen Entfernungen zu den Sturmgästen ergaben.



Abb.2: Räumliche Verteilung der Beobachtungen von Wellenläufern Oceanodroma leucorhoa in der Zeit vom 20.- 27.09.2004. Quelle: www.club300.de.

Um 18:07 Uhr beobachtete RA bei tadellosen äußeren Bedingungen ausgiebig einen sich nahe der Tonne 32 elbabwärts kämpfenden Wellenläufer in etwa 1200 Meter Entfernung, als er auf einen davor elbaufwärts kreuzenden, komplett dunklen und in Sturmtauchermanier dahinsurfenden Vogel aufmerksam wurde. Die Flugweise veranlasste RA dazu, seine Mitbeobachter auf einen "Sturmtaucher" aufmerksam zu machen, doch revidierte er aufgrund der geringen Größe und der Färbung des Vogels seine Aussage sofort wieder. MD und CB, die den Vogel schnell fanden, fühlten sich auch sofort an einen Sturmtaucher erinnert, konnten einen solchen aber gleichfalls nach wenigen Augenblicken ausschließen. Während der sich anschließenden achtminütigen Beobachtung wurden helle Oberflügeldecken, ein gegabelter Schwanz sowie weitere Merkmale, welche die Flugweise, Größe und Gestalt des Vogels betreffen, erkannt. Dabei kamen zwei Okulare mit 30 x WW und ein Zoom-Okular bei eingestellter 60-facher Vergrößerung zum Einsatz.

Danach geriet der Vogel zunächst außer Sichtweite. Gegen 18:25 Uhr konnte CB ihn jedoch wiederfinden, diesmal in etwas größerer Entfernung und elbabwärts fliegend. Vergeblich versuchten wir, weißliche Handschwingenbasen oder zumindest etwas Helles im äußeren Flügelbereich zu finden, was unsere vorläufige Bestimmung als Swinhoewellenläufer O. monorhis gestützt hätte. Nach weiteren fünf Minuten entfernte sich der Vogel endgültig aus unserem Sichtfeld und verlor sich in der Weite der Wellen in nordwestlicher Richtung. Immerhin ermöglichte uns die nochmalige Beobachtung, die bisher erkannten Merkmale zu verifizieren. Zwischen beiden Beobachtungen wurden diverse Telefonate geführt, um anwesende Beobachter in Brunsbüttel zu informieren sowie Details und Meinungen anderer zur Bestimmung einzuholen.

Nach einem ersten Blick in die mitgeführte Literatur (Lewington et al. 1991, Svensson et al. 1999) und eingehender Diskussion schlossen wir einen aberranten, dunklen Wellenläufer und den viel größeren und spitzschwänzigen Bulwersturmvogel Bulweria bulwerii aus. Gegenüber beiden Arten waren die Unterschiede in Flugweise und Gestalt zu deutlich. Gegen 19:15 Uhr wurde eine entsprechende Meldung über die Hotline des Club300 verbreitet, ergänzt um nähere Details am 26.09.04. Am Folgetag wurden von der Kugelbake und vom Anleger "Alte Liebe" zwischen 07:30 und 15:30 noch einmal 100 Wellenläufer notiert. Eine erneute Beobachtung des Swinhoewellenläufers gelang jedoch nicht.


Beschreibung der 'dunklen Sturmschwalbe' bei Cuxhaven

Größe & Gestalt: Der Vogel war deutlich kleiner als ein Sturmtaucher der Gattung Puffinus und schnell als Vertreter der Sturmschwalben Hydrobatidae zu erkennen. Der Körper war zigarrenförmig, die Flügel lang, schmal und auf ganzer Länge in etwa gleich breit. Etwas größer als Wellenläufer, dabei jedoch schlanker, langgestreckter sowie lang- und rundflügeliger wirkend. Wahrscheinlich war die Langflügeligkeit ein Effekt der anderen Flügelhaltung, so dass der Vogel hinsichtlich Körperlänge und -masse in Wirklichkeit wohl weniger von Wellenläufern abwich. Die Armflügel wirkten vor allem im Verhältnis zum breit und voll wirkenden Handflügel recht schmal (im Gegensatz zu Wellenläufern, deren Armflügel in Relation zum Handflügel sehr breit wirken), der Flügelbug war, anders als bei Wellenläufern, nur sehr schwach ausgeprägt. Der Schwanz wirkte flach gegabelt und nicht auffallend lang, am Ende in Profilansicht stumpf. Die Schwanzform konnte mehrfach gut ausgemacht werden, als der Vogel beim Abkippen im Gegenwind den Schwanz spreizte.

Gefiederfärbung: Gefieder komplett dunkelbraun bis schwärzlich. Auch auf Bauch oder Unterflügeln waren keinerlei weiße Abzeichen oder hellere Gefiederpartien, geschweige denn ein Unterflügelband, vorhanden. Etwas hellere Armdecken bildeten auf dem Oberflügel ein dezentes und nur bei 60-facher Vergrößerung sicher auszumachendes, leicht geschwungenes, diagonales Band, welches aber viel weniger prominent ausfiel als bei einem Wellenläufer. Zudem fehlte der Kontrast vom schiefergrauen Sattel zum schwarzen Großgefieder, der bei diesen auch auf die hier diskutierte Entfernung im Allgemeinen gut zu erkennen ist. Auch bei zwei während der Beobachtung vorbei fliegenden Wellenläufern konnte dies von uns festgestellt werden.
Der gesamte Bürzelbereich einschließlich der lateralen Gefiederpartien - der Vogel wurde auch von beiden Seiten gesehen - war komplett dunkel und hob sich nicht vom übrigen Körpergefieder ab. Dass der Bürzelfärbung als Schlüsselmerkmal besondere Aufmerksamkeit zuteil wurde, möchten wir an dieser Stelle ausdrücklich betonen. Unserer Ansicht nach schließt die erkannte Qualität der Merkmalsausprägung auch eine denkbare Verunreinigung der entsprechenden Gefiederpartien aus. Der beobachtete, äußerst dynamische Flug spricht ebenfalls gegen eine solch starke Beeinträchtigung des Vogels und damit gegen einen z.B. verölten "normalen" Wellenläufer.

Flugweise: Der Flug lässt sich als flach, kurzwellig, steil und stabil beschreiben. Die Flugbögen waren ebenfalls flach und führten bis maximal 1-2 m über die Wellenkämme (niedrige Amplitude), sie folgten oft kurz hintereinander (hohe Frequenz). Der Anstieg der Flugbögen war gegen den Wind ziemlich kurz und steil, dann kippte der Vogel ab und der abfallende Flugbogen war mit dem Wind entsprechend flacher und länger. Beim Abkippen überdrehte der Sturmschwalben-Vertreter nicht, wie es z.B. Dunkle Sturmtaucher Puffinus griseus ab und zu tun, sondern stürzte sich mehr "Kopf voran". Die Flügel wirkten beim Abkippen brettsteif und gerade (Körper-Flügelwinkel ca. 90°), was von der Haltung her in etwa an einen kleinen Eissturmvogel erinnerte. Der Vogel zeigte bisweilen drei bis vier flache Flügelschläge auf der Höhe des Flugbogens, als er gegen den Wind aus der Elbmündung Richtung NW surfte. Hierbei brach er nicht seitlich von seiner Fluglinie bzw. Körperachse aus, wodurch die Flugweise ebenfalls sehr stabil aussah und bei weitem nicht so flatterhaft wie bei "normalen" Wellenläufern. Sofern Wellenläufer surften, ähnelten sie immer wieder im Profil einer Fledermaus - eine Analogie (die übrigens in der Literatur oft als Unterscheidungskriterium zwischen der noch fledermausähnlicher fliegenden Sturmschwalbe und dem Wellenläufer genannt wird, obwohl auch Wellenläufer sehr wohl stark an Abendsegler Nyctalus erinnern können) an die wir bei unserem Vertreter nicht annähernd denken konnten. Wellenläufertypisches Tänzeln und längeres "auf der Stelle Verweilen", einhergehend mit hektischem Flattern, konnten wir nicht ansatzweise ausmachen. Die Geschwindigkeit des Vogels war auffällig zügig vorantreibend und schneller als bei allen von uns zuvor surfend beobachteten Wellenläufern, aber nicht ganz so dynamisch wie bei Sturmtauchern.


Bestimmung

Der Bulwersturmvogel, von dem mittlerweile auch erste Nachweise aus dem Nordseeraum vorliegen (Morrison 1998, van den Berg & Bosman 2001), hat einen zugespitzten Schwanz ohne Gabelung. Der hintere Teil wirkt lang ausgezogen, er hält seine Flügel mehr gewinkelt mit vorgeschobenem Flügelbug und fliegt in weiteren und höheren Bögen. Der sehr ähnliche Jouaninsturmvogel B. fallax ist noch deutlich größer und hat ebenfalls eine völlig andere Flugweise als der von uns beobachtete Vogel (Harrison 1985, Snow & Perrins 1998). Aufgrund dieser Merkmale können beide Arten sicher ausgeschlossen werden. MD und CB verfügen über eigene Felderfahrung mit dem Jouaninsturmvogel und schlossen diesen schon im Feld aus.

Im Pazifik kommen mehrere dunkle Oceanodroma-Arten vor, die bei einer Beobachtung ´dunkler Sturmschwalben´ in der Westpaläarktis ebenfalls zu berücksichtigen sind: Schwarz- O. melania, Ruß- O. markhami, Tristram- O. tristami und Matsudairawellenläufer O. matsudairae. Alle vier Arten sind deutlich größer als Swinhoewellenläufer. Zwar variieren die angegebenen Maße bei verschiedenen Autoren und mögen wohl auch zwischen verschiedenen Populationen derselben Art differieren, aber selbst die kürzesten durchschnittlichen Körperlängen betragen zwischen 23 und 24 cm gegenüber 20 cm bei Swinhoewellenläufern und die Flügelspannweiten 48 - 56 cm gegenüber 45 cm (Enticott & Tipling 1997). Ruß- und Tristramwellenläufer weisen zudem sehr starke Schwanzgabelungen auf, bei letzterem sollte ein grauer Bürzel erkennbar sein. Matsudairawellenläufer haben - mit Ausnahmen - sehr auffällig weiße Handschwingenbasen. Leider lassen sich keine verläßlichen Aussagen dazu finden, auf welche Entfernung diese im Feld sichtbar sind. Allen Arten soll ein relativ langsamer Gleitflug gemeinsam sein.

Ferner sind alle genannten Arten ganzjährig Bewohner ausgesprochen warmer Meeresareale und mit Ausnahme des Matsudairawellenläufers, der außerhalb der Brutzeit auch im Indischen Ozean erscheint, ausschließlich Brut- und Wintervögel relativ eng umgrenzter Areale innerhalb des Pazifiks (del Hoyo et al. 1992). Deshalb erscheint ein Auftreten im Nordatlantik aus ozeano- und topographischen Gründen extrem unwahrscheinlich. Das Kaltwasser-Stromsystem im Pazifik einerseits und das Windsystem andererseits wirken hier gemeinsam als ökologische Barriere und machen transozeanische Passagen äußerst fraglich. So ist bisher auch keine dieser vier dunklen Oceanodroma-Arten in der Westpaläarktis aufgetreten. Eine Vermutung, dass es sich beim Cuxhavener Vogel um eine dieser Arten gehandelt haben könnte, ist unter dem Vorbehalt einer generellen Brauchbarkeit der kolportierten Bestimmungskriterien für die pazifischen Arten weder nach den Merkmalen noch nach dem Verbreitungsbild gerechtfertigt.

Beim als ´Chalice Petrel´ in die Literatur eingegangenen Vogel vom 3. August 1988 bei den Scilly-Inseln/SW-England wurde lange Zeit ein Matsudaira- oder Rußwellenläufer (Young & King 1997) oder gar ein Bulwersturmvogel vermutet (Morrison 1998). Nach einer neuen Analyse von Garner & Mullarney (2004) hat es sich bei dem Vogel mit aller größter Wahrscheinlichkeit aber um einen Swinhoewellenläufer gehandelt.

Sehr viel stärker ist zu überlegen, ob es sich beim Cuxhavener Vogel nicht auch um einen aberranten Wellenläufer gehandelt haben könnte. Im Atlantik sind dunkelbürzelige Wellenläufer sehr selten. So gibt Morrison (1998) nur einen verbürgten Fall vom September 1933 an, als ein Vogel mit mauserbedingt komplett dunklem Bürzel in der Umgebung von New York tot aufgefunden und untersucht wurde. Weitere Beobachtungen solcher Vögel schließen andere Arten aber nicht überzeugend aus. Häufiger, wenngleich noch immer extrem selten, sind Vögel mit partiell dunklem Bürzel (Abb. 3). Gründe hierfür sieht Morrison (1998) ebenfalls in starker Abnutzung oder Mauser, im Extremfall können solche Vögel im Freiland tatsächlich einen ganz dunkel wirkenden Bürzel zeigen (McKee 1990, Vaughan 1990). Bei hypothetisch existierenden melanistischen Wellenläufern sollte angenommen werden, dass neben der hellen Bürzelpartie auch die schiefergrauen Mantelfedern bzw. Kleinen Armdecken und das normalerweise helle Flügelband dunkel sind. Vollständiger Melanismus ist durch die erkannte helle Färbung der Großen Armdecken klar auszuschließen. Theoretisch denkbarer Teilmelanismus scheint im Tierreich nicht vorzukommen.

Gegen einen Wellenläufer spricht - vom Fehlen eines weißen Bürzels einmal abgesehen - die besonders im direkten Vergleich erkennbare andersartige Struktur des Cuxhavener Vogels mit seiner deutlichen Langflügeligkeit und anderen Flügelhaltung. Dadurch wirkte der Vogel vermutlich insgesamt größer als er es nach seinen Körpermaßen tatsächlich war, d.h. der wahrgenommene Größenunterschied muss durch die Größenangaben in den gängigen Bestimmungsbüchern nicht gestützt werden. Den Gesamteindruck stark prägend, war auch die sehr auffällig andersartige Flugweise gegenüber jener der beobachteten Wellenläufer. Ihre Qualität ist aber nur schwerlich so zu beschreiben, dass die unseres Erachtens extreme Diskrepanz für andere nachvollziehbar wird. Wir möchten in diesem Zusammenhang aber auch noch einmal auf die von uns zwischen dem 23.09. und 26.09. in allen erdenklichen Situationen beobachteten 200 Vögel des uns auch vorher schon gut vertrauten "normalen" Wellenläufers hinweisen.


Swinhoewellenläufer

Vogelbeobachtern in der Westpaläarktis ist der Swinhoewellenläufer nur wenig bekannt. In den auch heute noch viel benutzten Standardwerken von Jonsson (1992) und Lewington et al. (1991) wird die Art noch nicht einmal erwähnt. So wundert es nicht, dass vermutlich vielfach der Eindruck entstanden ist, beim Swinhoewellenläufer handelt es sich lediglich um eine andere Wellenläufer-Version mit dunklem Bürzel. Diese Vorstellung ist jedoch irreführend. Felderfahrungen zeigen, dass der Swinhoewellenläufer im Vergleich zu "unserem normalen" Wellenläufer, trotz ähnlicher Körpermaße, als ein "remarkably different-looking seabird" (Garner & Mullarney 2004) erscheinen kann. Zusammenfassend sei hier deshalb eine Beschreibung von Swinhoewellenläufern durch Force (1997) zitiert, die in ihrer Genauigkeit weit über den Stand einschlägiger Bestimmungswerke hinausgeht:

"We never saw white primary shafts on over 120 Swinhoe´s Storm-petrels observed at sea in the Indian Ocean. Only when several were collected did we see white basal primary shafts. I noted the high degree of contrast there was against the bird´s very dark plumage. These white streaks on the outer portion of the upperwing are conspicuous in many recent published photos of hand-held Swinhoe´s. This character is, however, surprisingly difficult to see under field conditions, and undoubtedly requires very close views (preferably in light winds) ... At low wind speeds (less than force 4), Swinhoe´s Storm-petrels in the western Indian Ocean held their wings fairly straight, with little bend in both the leading and the trailing edges, contrary to the shape of Swinhoe´s portrayed by Peter Hayman (Brit. Birds 88: 348). Wingbeats were stiff and shallow, on stiffly bowed wings not raised far above the horizontal. All these factors combined to give them an appearance at sea recalling swifts of the genus Chaetura. At higher wind speeds (greater than force 4), the wingbeats were stiff and jerky, inconstantly raised above the body. Swinhoe´s were also seen progressing rapidly in tight, low, Pterodroma-like arcs, much as Leach´s occasionally do, but the wings were noticeably straighter, with little apparent bend on the trailing edge, and the tail appeared to be slightly shorter. At times the wingtips appeared to be quite rounded, not nearly so pointed as on Leach´s Storm-petrel, and held pointed down towards the water. The Swinhoe´s we saw were extremely dark blackish-brown throughout, with a very conspicuous and contrasty tan carpal bar on the upperwing. They looked so different from Leach´s as to lead us to wonder why they would ever be considered conspecific."

Aufgrund der Seltenheit von monorhis in Nordatlantik gibt es hier für Beobachter kaum eine Chance, Felderfahrungen mit dieser Art zu sammeln. Wie schwer sich deshalb auch Seltenheitenkommissionen mit Beobachtungen tun, die während ´pelagics´ oder beim ´seawatching´ gemacht wurden, zeigt der Fall des ersten, sogar fotografisch belegten Nachweises für Nordamerika (O´Brien et al. 1999, zit. in Garner & Mullarney 2004). Der Vogel wurde vom North Carolina Records Committee anerkannt, aber trotz ausführlichster Dokumentation "setting the standard for modern boat-based seabird records" (Garner & Mullarney 2004) von der American Birding Association seltsamerweise abgelehnt. Da die Beschreibung für diesen nordamerikanischen Erstnachweis nicht nur in wesentlichen Teilen mit der für die Vögel aus dem Pazifik übereinstimmt, sondern sich auch zu unserer Beobachtung exakte Übereinstimmungen ergeben, sollen hier entscheidende Passagen zitiert werden:

"It appeared proportionately longer-winged (due, in part, to the wings being held straighter, and more outstretched, i.e. with a less pronounced bend at the carpal joint), with narrower-looking ´arm´ and longer and broader ´hand´, when compared with Leach´s: ´the wings always looked longer than those of nearby Leach´s. … The white at the base of the primaries was ´very inconspicuous and only visible when the bird was at its very closest´. … The tail was more shallowly notched than that of Leach´s and not considered to be deep enough for any of the larger dark-rumped storm-petrels such as Matsudaira´s, Markham´s or Tristram´s. … Flight style was described as ´slow, "loping" [with] relatively shallow wingstrokes; the longer glides and generally more direct flight collectively produced a flight pattern inconsistent with any Leach´s we have encountered …´" (nach O´Brien et al. 1999, zit. in Garner & Mullarney 2004).



Abb.3: Die ´dunkle Sturmschwalbe´ mit Merkmalen eines Swinhoewellenläufers Oceanodroma monorhis von Cuxhaven (rechts) im Vergleich zum Wellenläufer O. leucorhoa (Andreas Noeske, gezeichnet nach der Beschreibung und in Absprache mit den Beobachtern).
LINKS: Dunkelbürzeliger Wellenläufer nach einer Beschreibung von Harrison (1985). Die weiße Färbung ist auf die seitlichen Oberschwanzdecken beschränkt und nach Morrison (1998) auf große Distanz schlecht zu erkennen. RECHTS: Darstellung des Vogels mit Merkmalen eines Swinhoewellenläufers vom September 2004 bei Cuxhaven. Der Vogel wies Unterschiede in Flugweise, Gestalt und Färbung auf. Beachte fehlenden Kontrast zwischen heller Oberseite und Großgefieder, vollständig dunklen Bürzel und schwache Ausprägung des hellen Flügelfeldes. Erkannte strukturelle Merkmale betreffen den schwach gegabelten Schwanz und die relativ lang und rund wirkenden Flügel. Die Flugweise war sehr charakteristisch und erinnerte beim Surfen mit ausgestreckten Flügeln an einen kleinen Eissturmvogel Fulmarus glacialis.


Genau wie für O´Brien, Patteson, Armistead und Pearce der Hatteras-Vogel so wirkte für uns auch der Cuxhavener Vogel auffallend anders als die Wellenläufer. Alle genannten Merkmale sprechen unserer Meinung nach nur für einen Swinhoewellenläufer, wenngleich wir keine hellen äußeren Handschwingenbasen registrieren konnten. Nach Young & King (1997) kann dieses aber kein Ausschlusskriterium sein, da diese Färbung im Freiland nur aus geringer Entfernung (unter 200 m) und bei gutem Licht auszumachen ist (Blomdahl et al. 2003). Hinweise zur Flugweise ähneln zwar häufig Wellenläufern (Young & King 1997), betreffen aber offensichtlich nur Nahrung suchende Vögel, nicht jedoch aktiv im Streckenflug begriffene Individuen. Schilderungen jener Flugweise hingegen entsprechen unseren Notizen (Force 1997, Steudtner mdl.). Force (1997) liefert überdies auch einen Vergleich mit sturmtaucherähnlich fliegenden Wellenläufern und benennt als markante Unterschiede die beim Swinhoewellenläufer fehlende starke Flügelbugausprägung, die geradere Flügelhaltung und eine viel rundere Flügelspitze. Weitere von ihm genannte Unterschiede - oft abwärts gebogene äußerste Flügelspitzen am ausgestreckten Flügel und den mitunter leicht kürzer wirkenden Schwanz - konnten wir nicht ausmachen.

Frappierende Übereinstimmungen ergeben sich auch mit Steckbriefen anderer Swinhoewellenläufer-Beobachtungen aus dem Nordatlantik (in Morrison 1998). Das gleiche gilt hinsichtlich der Größenwahrnehmung und der scheinbaren Langflügeligkeit, die mit unseren Angaben exakt übereinstimmen. Bei eher leicht geringeren Maßen bei Körperlänge und Flügelspannweite gegenüber O. leucorhoa (z.B. Enticott & Tipling 1997), können Swinhoewellenläufer doch etwas größer und vor allem langflügeliger wirken. Sicherlich manifestiert sich hier die stark abweichende Flugweise im allgemeinen Erscheinungsbild. Anscheinend drücken die Vögel die Flügel viel stärker durch, wofür die beobachtete Flügelform auch tatsächlich spricht. Auf das Paradoxon "größer wirkend, obwohl kleiner" weisen jüngst auch Garner & Mullarney (2004) hin und führen dies auf die Langflügeligkeit sowie vergleichsweise schmale Arm- und lange, breite Handflügel zurück. Dabei wird die Langflügeligkeit als Resultat einer anderen Flügelhaltung mit stärker durchgestreckten Flügeln gewertet.


Vorkommen des Swinhoewellenläufers

Swinhoewellenläufer brüten im nordwestlichen Pazifik (Harrison 1985) mit einem Schwerpunkt in warmwasserbeeinflussten Meeresregionen, erreichen aber im Norden das vom Kaltwasser führenden Oya-Schio-Strom beeinflusste Meeresgebiet zwischen Wladiwostok und Hokkaido. Die Art erreicht somit ungefähr 42° nördlicher Breite, was in der Westpaläarktis seine Entsprechung in der südlichen Biskaya findet (vgl. Nachweismuster in Abb.4 und geographische Lage der Orte mit Brutverdacht in der Westpaläarktis unter Berücksichtigung des hier weiter nach Norden reichenden Warmwassers). Außerhalb der Brutzeit sind sie auch im Indischen Ozean weit verbreitet (Force 1997).



Abb.4: Räumliche Verteilung gefangener () bzw. auf See beobachteter () Swinhoewellenläufer Oceanodroma monorhis und Nachweise unidentifizierter "dunkler" Oceanodroma-Arten (*) im Nordost-Atlantik. Die angegebenen Zahlen geben die Nachweishäufigkeit eng umgrenzter Gebiete an (verändert nach Morrison 1998).
Mit freundlicher Genehmigung von British Birds, www.britishbirds.co.uk


Fast alle Sichtungen von Swinhoewellenläufern im Nordatlantik stammen aus dem Nordost-Sektor (Abb.4), was vielleicht auf die hohe Beobachterdichte zurückzuführen ist. Insgesamt liegen bis 1997 27 Beobachtungen aus diesem Bereich vor, von denen 14 durch Fang belegt und anerkannt sind. Bei 13 weiteren erscheinen die Beschreibungen so plausibel, dass Morrison (1998) sie in seine phänologischen Auswertungen einbezieht, obwohl sie ihrer offiziellen Anerkennung harren und von den Seltenheitenkommissionen zurückgestellt wurden. Abgesehen von je einem Mai- bzw. Dezember-Vogel liegen alle Beobachtungen zwischen Ende Juni und Mitte Oktober. Der Median liegt dabei in der zweiten Augusthälfte (Abb.5). Zusätzlich zu den ausgewerteten Nachweisen liegen für die Westpaläarktis bis 2004 noch vier weitere aus Israel vor (Shirihai 1996, van den Berg 2004).



Abb.5: Saisonale Verteilung von belegten (gefangenen) und auf See beobachteten Swinhoewellenläufern Oceanodroma monorhis im Nordatlantik nach Morrison (1998).
Mit freundlicher Genehmigung von British Birds, www.britishbirds.co.uk


Auf den Salvage-Inseln (Portugal) gefangene Vögel wiesen mehrfach Brutflecke auf, was Zino (1999) veranlasste, Brutverdacht zu äußern. Darüber hinaus hielten sich diese Exemplare in Höhlen innerhalb von Kolonien anderer Röhrennasen auf, ein Männchen sogar auf einem Nest eines Madeirawellenläufers O. castro (James & Robertson 1985)! Über denkbare Hybridisierungen von Swinhoewellenläufern mit anderen ´Sturmschwalben´ ist nichts bekannt. Auch drei in Großbritannien in der Nähe von Sturmschwalbenkolonien gefangene Individuen wiesen Brutflecke auf und für sie konnte teils längerer Aufenthalt in mehreren aufeinander folgenden Jahren nachgewiesen werden. Ein Fängling in einer Sturmschwalbenkolonie Norwegens wies allerdings keinen Brutfleck auf.



Abb.6: Jährliches Auftreten gefangener und beobachteter Swinhoewellenläufer Oceanodroma monorhis im Nordatlantik. Vorkommen von Bulwersturmvögeln Bulweria bulwerii, vermutlichen Kapverdensturmvögeln Pterodroma feae und unbestimmten größeren "all-dark petrels" in Gewässern Westeuropas (nach Morrison 1998).
Mit freundlicher Genehmigung von British Birds, www.britishbirds.co.uk


Die Existenz einer kleinen Brutpopulation im Nordatlantik liegt also im Bereich des Möglichen, vielleicht handelt es sich hier um Vorboten einer beginnenden Neuansiedlung. Eine bisher übersehene reliktäre Population - sozusagen als Überbleibsel des hypothetisch historisch viel weiter verbreiteten Swinhoewellenläufers - scheint in Anbetracht der morphologischen Übereinstimmung mit Pazifikvögeln weniger wahrscheinlich. Auch die mit dem Jahr 1982 einsetzende Nachweiskette scheint ebenfalls für den Anfang einer Besiedlung und gegen ein Lebenszeichen einer (aussterbenden?) schon längere Zeit isolierten Population zu sprechen (Morrison 1998). Damit korrespondierend, haben Beobachtungen anderer wärmeliebender Seevogelarten wie Bulwersturmvogel und Kapverdensturmvogel Pterodroma feae (Abb.6) in (Nord)Westeuropa zugenommen. Von beiden Arten liegen mittlerweile auch erste Beobachtungen aus dem Nordseeraum vor. Auf weitere Aspekte der möglicherweise längerfristigen Exploration des Nordatlantiks durch Swinhoewellenläufer und ihre Etablierung geht Morrison (1998) ein. Auf der anderen Seite zeigt aber die Wiederentdeckung der Neuseeland-Sturmschwalbe Oceanites maorianus, dass gerade kleine Seevogel-Populationen lange Zeit unentdeckt bleiben können (Flood 2003).

Bis 1997 liegen elf Beobachtungen (darunter vier Fänglinge) aus dem Nordseeraum vor. Damit ist der Swinhoewellenläufer hier deutlich häufiger in Erscheinung getreten als z.B. die Buntfuß-Sturmschwalbe Oceanites oceanicus mit lediglich zwei Nachweisen bis 2002 (Kitching 2002), von denen einer aus Deutschland stammt. Ein weiterer von Kitching (2002) genannter deutscher Nachweis für den Nordseeraum datiert tatsächlich vom 5. Oktober 1984, und zwar tief aus dem Binnenland bei Geislingen, Baden-Württemberg (BSA 1989).

Im Zusammenhang mit unserer Beobachtung sei noch erwähnt, dass am 22. September 2004 bei Camperduin, Noord-Holland, NL eine vorbei fliegende, komplett dunkle Sturmschwalbe beobachtet wurde, bei der Verdacht auf einen Swinhoewellenläufer bestand.


Fazit

Bis auf den Swinhoewellenläufer können alle anderen in Frage kommenden Bestimmungsalternativen nachvollziehbar ausgeschlossen werden. Wir sind uns bewusst, dass es gerade bei der Dokumentation von Seevogelbeobachtungen zu Schwierigkeiten mit einer vollständigen Anerkennung auf Artniveau kommen kann - ob aufgrund formeller Erwägungen (fehlender Fotobeleg bei potentiellem Erstnachweis) oder wegen nicht ausreichend erachteter äußerer Umstände (relativ kurze Beobachtungszeit auf relativ große Distanz). Dennoch halten wir die Beobachtung für so bedeutsam, um sie hier in einem umfassenden Zusammenhang einzuordnen. Schließlich handelt es sich beim Auftreten dieser Art auch im Nordseeraum nicht um ein biologisch unwichtiges Einzelereignis, sondern um eine tiergeographisch bedeutsame Tendenz mit einer möglichen Ansiedlung. Der Deutschen Seltenheitenkommission wird die kleine, komplett dunkle Röhrennase vor Cuxhaven als Oceanodroma monorhis eingereicht.


Danksagung

Von Clemens Portofée und Ingo Weiss erhielten wir hilfreiche Auskünfte und Literaturhinweise. Für die Durchsicht des Manuskriptes danken wir Jochen Dierschke, Axel Halley und Stefan Pfützke. Roger Riddington erteilte freundlicherweise die Erlaubnis zur Wiedergabe der Abbildungen aus British Birds. Neben der kritischen Durchsicht des Manuskripts und zahlreichen Anregungen gestaltete Andreas Noeske mit außerordentlicher Akribie das Titelbild sowie Abbildung 3, wofür wir ihm besonderen Dank aussprechen möchten. Ohne die erfahrene Unterstützung aller Beteiligten wäre unser Beitrag weniger komplett.


Literatur

  1. Blohmdahl, A., B. Breife, & N. Holmström 2003: Flight identification of European Seabirds. London.
  2. Bundesdeutscher Seltenheitenausschuß 1989: Seltene Vogelarten in der Bundesrepublik Deutschland von 1977 bis 1986. Limicola 3: 157-196.
  3. del Hoyo, J., A. Elliott & J. Sargatal 1992: Handbook of the Birds of the World. Vol. 1. Barcelona.
  4. Dien, J. & H. Ringleben 1966: Der Einflug pelagischer Vogelarten nach Deutschland im Herbst 1963 - mit Hinweisen auf Nachbarländer. Die Vogelwarte 23: 181-190.
  5. Enticott, J. & D. Tipling 1997: Photographic Handbook of the Seabirds of the World. London.
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  11. Jonsson, L. 1992: Die Vögel Europas und des Mittelmeerraumes. Stuttgart.
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  13. Lewington, I., P. Alström & P. Colston 1991: A field guide to the rare birds of Britain and Europe. London.
  14. McKee, S. 1990: Leach´s Petrel variation. Birding World 3: 392.
  15. Morrison, S. 1998: All-dark petrels in the North Atlantic. British Birds 91: 540-560.
  16. O´Brien, M., J.B. Patteson, G.L. Armistead & G.B. Pearce 1999: First North American Photographic Record: Swinhoe´s Storm-petrel. North American Birds 53: 6-10.
  17. Shirihai, H. 1996: The Birds of Israel. London.
  18. Snow, D.W. & C.M. Perrins 1998: The birds of the Western Palearctic Concise edition. Oxford, New York.
  19. Svensson, L., P.J. Grant, K. Mullarney & D. Zetterström 1999: Der neue Kosmos-Vogelführer: Alle Arten Europas, Nordafrikas und Vorderasiens. Stuttgart.
  20. van den Berg, A.B. 2004: WP reports. Dutch Birding 26: 333-344.
  21. van den Berg, A.B. & C.A.W. Bosman 2001: Rare birds of the Netherlands. Utrecht.
  22. Vaughan, T. 1990: Variation in Leach´s Petrel. Birding World 3: 318.
  23. Young, S.A. & J.R. King 1997: ´The Chalice Petrel´ revisited. British Birds 90: 329-335.
  24. Zino, F. 1999: Madeiran seabirds and missing limbs. British Birds 92: 485.


Ergänzende Links

  1. http://www.birdlife.net/news/news/2004/02/nz_storm-petrel.html, New Zealand Storm-petrel Oceanites maorianus rediscovered in waters just off New Zealand's North Island
  2. http://www.patteson.com/image2.htm, Swinhoewellenläufer
  3. http://www.patteson.com/images/lesp2-18.jpg, Wellenläufer
  4. http://www.patteson.com/lists/august1998.htm, potential first for USA: Hatteras, August 1998
  5. http://www.northernlight-uk.com/cp_1.htm, From The Rarities Committee's Files 'The Chalice petrel', online-Kopie aus British Birds 90, 1997: 305 - 313
  6. http://www.northernlight-uk.com/cp_3.htm, 'The Chalice petrel' revisited, online-Kopie aus British Birds 90, 1997: 329 - 335
  7. http://www.northernlight-uk.com/cp_6.htm, Comments on 'The Chalice petrel', online-Kopie aus British Birds 90, 1997: 339 - 342
  8. http://www.seabirdgroup.org.uk/Journal/Contents/AS_5_2/as_5_2.htm



Ralf Aumüller, Bremen, r.aumueller(at)freenet.de
Christoph Bock, Berlin, ChristophBock(at)t-online.de
Markus Deutsch, Hamburg, deutschmarcus(at)aol.com

Aumüller, R., C. Bock & M. Deutsch 2005: Eine ´dunkle Sturmschwalbe´ mit Merkmalen eines Swinhoewellenläufers Oceanodroma monorhis in Deutschland.


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